Variieren ist angesagt !!

Die Leistungsfähigkeit eines Menschen ist wesentlich von der körperlichen Fitness und der Gesundheit abhängig. Da ein regelmäßiges Training die Gesundheit positiv beeinflusst, zieht es immer mehr Menschen zum Sport. Bei genauer Betrachtung fällt dabei auf, dass die wenigsten zielorientiert oder planmäßig trainieren. Vor allem in vielen Fitnessstudios wird willkürlich an den Geräten gestrampelt und jahrelang die gleiche Übung verfolgt. Dabei sind gerade Teilziele im langfristigen Trainingsprozess essentiell wenn es um die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit geht. Denn der menschliche Organismus passt sich auf wechselnde Trainingsprogramme besser und effektiver an, als auf stetig gleich bleibende Reize. Werden überhaupt keine Veränderungen im Trainingsverhalten vorgenommen, kommt es sogar zur Stagnation. Zudem können immer gleiche Bewegungen und Trainingsmethoden das psychomotorische System des Menschen einschränken, wodurch die Bewegungsvielfalt gehemmt wird. Muskuläre Disbalancen, Fehlhaltungen oder die Verkümmerung der Motorik gehen damit häufig einher. Aus diesem Grund sind Variationen im Training zu empfehlen, wodurch neue Reize entstehen.  

5 Tipps für die Variation im Training:

  1. Teilziele

    Setzen sie sich Teilziele und verfolgen sie einen langfristigen Trainingsplan, der sich ihrer individuellen Zielsetzung anpasst. Beginnen sie am Anfang ihrer Trainingsperiode eher mit höheren Umfängen und niedrigen Intensitäten. Steigern sie nach 2-3 Wochen die Intensität und verringern den Umfang.

  2. Trainingszyklen

    Stellen sie ihre Trainingsparameter alle 6-8 Wochen um. Im Krafttraining können dies Veränderungen der Intensität (Gewicht), Umfang (Wiederholungen/Sätze), Pausenzeiten oder die Dichte (Einheiten/Woche) sein. Aber auch der Wechsel zwischen Trainingsgeräten macht hier Sinn.

  3. Bewegungsvariation

    Variieren sie ihre Bewegungen. Beim Krafttraining können sie z.B. die Griffarten variieren. Durch den Wechsel zwischen breiten zu schmalen, Ober- oder Untergriffen werden neue Reize gesetzt und andere Muskelgruppen beansprucht. Durch die Variation der Laufstrecke im Ausdauertraining geschieht dies ebenfalls. Seien sie kreativ und variieren sie ihr Training.

  4. Qualität vor Quantität

    Setzen sie auf Qualität und nicht auf Quantität. Um anpassungsfähige Reize zu schaffen, sollten sie während des Trainings konzentriert bleiben und die Bewegungen sauber ausführen. Ein schnelles „Abarbeiten“ an allen Geräten macht hierbei eher wenig Sinn. Die effektivere Lösung könnte ein Fokus auf 2-3 Muskelgruppen sein.

  5. Allgemein- und Spezialübung

    Wechseln sie zwischen Allgemein- und Spezialübungen. Durch allgemeine Übungen werden die Grundlagen der Fitness geschaffen. Diese stellen im Krafttraining z.B. Basisübungen an den Geräten oder Hanteln, im Ausdauertraining Grundlagenläufe, Fahrradfahren o.Ä. mit niedriger Intensität dar. Durch Spezialübungen werden sportmotorische Bewegungsmuster optimiert, wodurch ein positiver Transfer auf die sportliche Vielfalt entsteht. Dies könnte beim Tennisspieler ein Armziehen am Kabelzug, beim Spielsportler hin und wieder ein schnelles Antreten während des Dauerlaufes oder beim Boxer die Imitation des Schlages mit einer Hantel sein.

Mit sportlichen Grüßen, euer

Von | 2017-01-15T23:19:41+00:00 Februar 16th, 2014|Trainingswissenschaft|0 Kommentare

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